Ruhige Bilder, langsame Bewegungen und wenige Schnitte: Das bietet seit 2 Tagen das Slow-TV-Format „Schau-Fenster“ von ORF ON. Entwickelt wurde es für Menschen mit Demenz, aber auch allen anderen bietet es Entschleunigung und Entspannung.
Es sind Spaziergänge durch die Natur, Tiere in ihrer gewohnten Umgebung und stille Alltagsmomente, die „Schau-Fenster“ auf ORF ON mit einfachen und klaren Inhalten und ohne Reizüberflutung zeigt. So entsteht ein beruhigendes Fernseherlebnis, das besonders Menschen mit Demenz ansprechen, emotionale Erinnerungen wecken und positive Gefühle vermitteln soll.
„In unserer hektischen und schnelllebigen Zeit, die einhergeht mit einer Bilderflut, sind ruhige Filme wichtiger denn je“, sagt Franz-Joseph Huainigg, Beauftragter für Barrierefreiheit im ORF. „Entwickelt wurde das Programm für Menschen mit Demenzerkrankungen. Aber durch den ‚Curb-Cut-Effekt‘ entsteht ein neues Angebot für viele Menschen. Die langsamen und ruhigen Bilder laden ein zum Entdecken der kleinen Dinge, die sonst gerne übersehen werden.“
Das Slow-TV-Format „Schau-Fenster“ bietet einfache Handlungen, niedriges Erzähltempo, keine schnellen Bildwechsel, keine akustischen oder visuellen Reizüberflutungen, ruhige Bilder sowie vertraute Orte und Motive. In ruhigen, klaren Bildern werden bekannte Szenen gezeigt, die die Sinne ansprechen, aber nicht reizüberflutend sind.