Niemand hat uns je gesagt, dass sich Mut manchmal wie Angst anfühlt.
Das sagte die junge Künstlerin, Musikerin und Regisseurin Mary Kate Teske, die sich mit dem Thema Angst auseinandersetzt. In der Welt von betroffenen Familien mit einer Demenz-Diagnose wird dieser Satz vermutlich häufig zu einer persönlichen Erfahrung.
Hallo, ich bin heute das Erse Mal auf ihrer Hompage, die mich sehr begeistert.
„Niemand hat uns je gesagt, dass sich Mut manchmal wie Angst anfühlt.“
Gerade im Zusammenhang mit Demenz bekommt dieser Gedanke eine besondere Tiefe.
Wenn ein Mensch mit Demenz jeden Tag aufs Neue versucht, sich in einer Welt zurechtzufinden, die ihm Stück für Stück fremder wird – dann sieht das von außen vielleicht wie Unsicherheit, Rückzug oder sogar Widerstand aus.
Doch oft ist es in Wahrheit Mut.
Mut, trotz Verwirrung aufzustehen,
trotz Angst Gespräche zu führen,
trotz Orientierungslosigkeit weiterzugehen.
Und speziell für Angehörige fühlt sich Mut oft wie Angst an…
Die Angst, Fehler zu machen.
Die Angst, nicht mehr zu genügen.
Die Angst vor dem, was noch kommt.
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst.
Mut bedeutet, mit der Angst weiterzugehen.
Gerade bei Demenz brauchen wir eine neue Haltung…
mehr Verständnis statt Bewertung,
mehr Mitgefühl statt Korrektur,
mehr Herz statt Perfektion.
Vielleicht ist dieser Satz eine Einladung, Demenz nicht nur als Verlust zu sehen, sondern auch als Raum, in dem wir lernen…
langsamer zu werden,
anders zuzuhören,
tiefer zu fühlen.
Danke, dass Sie diese Botschaft weitertragen. Genau so beginnt Veränderung – von Herz zu Herz.
Liebe Frau Gallo, was für wunderschöne Gedanken zu unserem Beitrag, ich danke Ihnen sehr. Sie bringen die beste Haltung zur Begleitung eines Menschen mit Demenz so schön auf den Punkt – dürfen wir Ihre Zeilen auf dem Blog sichtbar machen? Das wäre uns eine große Freude
Daniela Egger