Frühstücksgruß für pflegende Angehörige

 

Es ist ein Dankeschön der besonderen Art – in vier Regionen der Aktion Demenz machten sich Ehrenamtliche auf den Weg, um pflegenden Angehörigen in ihrer Gemeinde frische Frühstücksbrötchen an die Haustüre zu liefern. Dabei wurden die Schutzbestimmungen natürlich eingehalten. In Bregenz, Hard, den Rheindelta-Gemeinden wie auch in Wolfurt, Kennelbach und Schwarzach schwärmten Ehrenamtliche aus, um die Familien, in denen jemand gepflegt wird, mit Brötchen zum Frühstück zu beliefern. Ein solch sonntäglicher Frühstücksgruß kann immer nur einen ideellen Wert haben, aber diese kleine Geste drückt doch Vieles aus.

 

In diesen acht Gemeinden leben insgesamt rund 500 Familien mit Pflegebedarf zu Hause, die Anzahl pflegender Angehöriger, die Tag für Tag im Stillen wertvolle Betreuung und Pflege leisten, ist ungleich höher. Häusliche Pflege und Betreuung sind nicht selbstverständlich, sie verdienen Respekt und  Anerkennung. Oft ist die persönliche Situation belastend, Unterstützung anzunehmen fällt nicht allen Menschen leicht – und manchmal ist eine passende Unterstützung innerhalb der Familie auch einfach nicht verfügbar, und alles hängt an einer einzigen Person. Gerade auch für pflegende Angehörige sind die Corona-Bestimmungen schwer, weil sie als Risikogruppe besonders geschützt bleiben müssen.

Der zuständigen Landesrätin Katharina Wiesflecker ist ebenfalls bewusst, was die pflegenden Angehörigen gerade in diesen Zeiten leisten, aber auch im „normalen“ Alltag ist die Betreuung und Pflege von älteren Familienmitgliedern mit einer hohen Belastung verbunden. „Diese schöne Idee der Aktion Demenz als Zeichen der Wertschätzung finde ich wichtig und ich möchte mich mit einem herzlichen Dank an alle pflegenden Angehörigen anschließen“, so die Landesrätin.

Diese Gemeinschaftsaktion der beteiligten Gemeinden soll für den wertvollen Beitrag sensibilisieren, den die pflegenden Angehörigen für ihre Nächsten und auch für die Gesellschaft leisten. Sie soll aber auch die Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft wecken, vielleicht einmal nachzufragen oder kleine Dienste anzubieten, auch wenn die eigenen Nachbarn nicht von sich aus um Hilfe bitten. Gemeinsam lässt sich vieles leichter tragen – und die Brötchen vom Bäcker sind schon mal ein kleiner Anfang.

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1 Comment

  • Liebe EFID-Kolleg/innen!
    Ja, das ermuntert uns, unsere Erfahrungen auch zusammen zu schreiben.
    Das ist immer eine gute Methode zur Eigenreflexion und macht uns letztlich stolz auf das, worauf wir auch in Krisenzeiten zurückgreifen können und dass uns sogar manches ganz neu einfällt …

    Liebe Grüße aus dem Allgäu hinüber über die (hoffentlich nicht mehr lange!) gesperrte Grenze!

    Veronika Rist-Grundner, NUZ e.V., Projekt „einfach dazugehören“, Pfronten im Allgäu

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