Cafè Promenz – unser kleines Beisl im Internet

Wir haben Post aus Wien, dem Sitz der Selbsthilfegruppe „Promenz“ für Menschen, die mit der Diagnose Demenz leben und sich regelmäßig zum Austausch treffen. Vielen Dank an das Team von Promenz für dieses wunderbare Angebot!

„Ich bin schon am Weg“, lässt Rudolf ausrichten. An einem Montag kurz nach 16 Uhr sind im Café PROMENZ schon die meisten Stammgäste eingetroffen. Sie plauschen über das Wochenende, bewundern ein neues T-Shirt, eine bunte Gesichtsmaske und lachen viel. Wer je ein Stammlokal gehabt hat, weiß genau wie das ist. Rudolf kommt nicht deswegen später, weil er keinen Parkplatz findet. Er bereitet sich am Weg zum Schreibtisch in der Küche noch schnell einen Espresso zu.

Das virtuelle Café PROMENZ auf der Plattform Zoom wurde von PROMENZ-Unterstützerin Katharina Klee ins Leben gerufen. Sie wollte für technikaffinere Nutzer*innen in Coronazeiten eine Möglichkeit bieten, die Selbsthilfegruppe nicht nur telefonisch abzuhalten. Gemeinsam – und teilweise von An- und Zugehörigen unterstützt – probierten wir das für uns neue Medium Videokonferenz aus. Und sogar Technikgegner*innen ließen sich letztendlich überzeugen. So wurde unser kleines Beisl in den letzten Wochen zu einem Fixpunkt von Montag bis Freitag, immer zur selben Zeit.

Wie in jedem guten Stammlokal werden bei uns Erinnerungen getauscht, Fotos von Enkeln gezeigt, Vorträge gehalten, Erfahrungen geteilt, es wird auch politisiert und vor allem rennt der Schmäh.
Eine Diagnose „Demenz“ ist keine Bedingung, um beim „Café PROMENZ Zoom mit Anfängergeist“ vorbei zu schauen. Wir freuen uns über neue Gäste, die ihr Leben, ihre Erfahrungen, ihre Ideen mit uns teilen.

Mehr unter www.promenz.at

 

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