Reiten macht mich glücklich

Amelie (9 Jahre) entdeckt auf meinem Laptop das Bild von einer Tigerente im Glas. Erstaunt fragt sie mich, wieso sich die Tigerente im Glas befinde. Ich erzähle ihr von der ‚Vorratskammer der Erinnerungen‘ im Atrium des vorarlberg museums und dass die Tigerente Ruben gehöre, der mit ihr wertvolle Erinnerungen verbindet und sie deshalb in der Vorratskammer ausgestellt hat.

Amelie wird neugierig und möchte wissen, ob sie auch etwas ausstellen dürfe. Ich bejahe und frage sie, welche Erinnerung für sie besonders schön sei. Da ihr Herz den Pferden und dem Reiten gehört, weiß sie gleich, was in ‚ihrem‘ Glas sichtbar sein soll. Aber wie bekommt man einen Reitstall in ein Glas?

Amelie überlegt genau und stellt ihr Erinnerungsglas mehrmals sorgfältig neu zusammen, bis sie sich schließlich für drei Dinge entscheidet: das Hufeisen – ihr Glücksbringer bei der ersten Dressur, ihr erstes kleines Spielpferd und ein Schleichpferd, das fast so aussieht wie Happy, auf der Amelie jeden Freitag reiten darf.

Ich erzähle ihr, dass man mit Kreide etwas über das Glas schreiben könne, wenn man möchte. Darauf antwortet sie: „Das ist einfach! Mein Glas bekommt den Titel Reiten macht mich glücklich!“

Über den Autor / die Autorin

Frauke Kühn

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